Das U.S. Ministerium für Energie (DOE) plant die Umwandlung des Paducah Gaseous Diffusion Plant im Kentucky, einer Urananreicherungsstätte aus der Zeit des Kalten Krieges, in einen 100 Milliarden Dollar schweren Komplex für Datenzentren zur künstlichen Intelligenz (KI). Diese Initiative, die von der Private-Equity-Gesellschaft Brookfield Asset Management finanziert wird, zielt darauf ab, die KI-Fähigkeiten der USA im Kontext des Wettbewerbs mit China zu stärken. Brookfield wird zudem ein Gas- und Batteriespeicherkraftwerk errichten, um das Datenzentrum zu unterstützen, welches das größte mit Gas betriebene Kraftwerk im Kentucky werden wird.
Dieses Projekt folgt einem ähnlichen Vorhaben, das Anfang dieses Jahres im Portsmouth Gaseous Diffusion Plant in Ohio angekündigt wurde, und ist Teil einer umfassenderen Strategie des DOE, veraltete Standorte in „Motoren der Innovation und des wirtschaftlichen Wachstums“ umzuwandeln. Energieminister Chris Wright hob das Potenzial hervor, tausende von Arbeitsplätzen zu schaffen und bedeutende Investitionen in die ländliche Region im westlichen Kentucky zu tätigen. Der Bau soll bis 2031 abgeschlossen sein.
Es gibt jedoch Bedenken von Seiten von Gemeinde- und Umweltgruppen hinsichtlich der gesundheitlichen und umweltbezogenen Auswirkungen des Projekts, insbesondere aufgrund der kontaminierten Geschichte des Standorts und der Nähe zu einer wichtigen Trinkwasserquelle für Millionen von Menschen. Kritiker, darunter der Kentucky Resources Council, fordern Vorsicht bei der Umsetzung von Plänen für Uranabfälle und mögliche Veränderungen des lokalen Grundwasserspiegels und betonen, dass Umweltschutzmaßnahmen beachtet werden müssen, um die ländliche Gemeinschaft nicht weiter zu belasten. Das DOE plant, die Sanierungsarbeiten auf dem 3.550 Hektar großen Gelände fortzusetzen, mit einem voraussichtlichen Abschlussdatum im Jahr 2065.
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